Blick vom Hotel auf den IndischenOzean Blick vom Hotel auf den IndischenOzean

Bericht 1 unserer Afrikareise

 

08. September 2011

Abschied am Bahnhof- tränenreich – was bringen die nächsten Monate?

Über Albbruck fahren wir nach Frankfurt zum Flughafen. Alles läuft ohne Probleme. Über Nacht fliegen wir nach Dubai. Dort noch schnell ein paar Cremes gekauft, Peter meinte wir haben zu wenig Tuben und Fläschen im Auto!! Nach 4 Stunden geht es weiter nach Durban. Mühsam quälen wir uns von einer Position in die andere. „Oh wie schön war unser Businessflug!“

In Durban stehen wir an, um unseren Einreisestempel abzuholen, dann geht es ohne Komplikationen weiter. Das Gepäck ist da, die ATM machine spuckt Geld aus, alles bestens. Per Taxi lassen wir uns ins Hotel Edward fahren. Das Hotel macht einen altehrwürdigen, britischen Eindruck. Abends essen wir Leckeres vom Buffet.

 

10.09.2011

Etwas angespannt marschieren wir zu Fuß los in die Stadt und zum Victoria Market. Über dem Markt befindet sich ein Supermarkt. Am Eingang wird jeder kontrolliert, Taschen sind natürlich abzugeben, für jeden etwas wertvolleren Gegenstand erhält man einen Aufkleber – ich einen für meine Sonnenbrille. Aber eine sim-Card für das Handy gibt es hier nicht, beim Ausgang wird jeder wieder kontrolliert - Männer und Frauen getrennt! Lachend betatscht mich die Lady und meint „very nice, very nice!“ Von dort geht es weiter zu Fuß!! zum Hafen. Noch kein Schiff in Sicht, aber beim Yacht Club gibt es King Prawns, Calamari, fish and chips und dazu leckeren Sauvignon Blanc! Spätnachmittags kehren wir in unser Hotel zurück.

 

11.09.2011

Nach dem Frühstück wandern wir wieder zum Hafen. Da steht ein Schiff der Reederei „Wilenius Willemsen“. Trotz vieler Versuche über den Zaun zu blicken gelingt es uns nicht den Namen des Schiffes zu entdecken. Aber das kann ja nur das Schiff mit unserem Bremach sein. Der Tag vergeht mit Warten, am Meer entlang gehen und gutem Essen, aber morgen geht es los!! Heute ist ja Sonntag!

 

12.09.2011

Morgens checken wir im Hotel aus und fahren zum Büro der Reederei, dort müssen wir erfahren, dass das nicht so einfach ist mit dem Auto abholen. Zuerst müssen wir zum Hafenagenten, also wieder ins Taxi. Mr. Strini ist äußerst freundlich und will versuchen, dass wir morgen unser Auto bekommen. Das Ganze kostet dann noch einmal eine Stange Geld. Wir Beide sind zutiefst enttäuscht. Was nun? Zurück ins Hotel, wieder einchecken wir haben ja keine andere Wahl. Unser Hotel ist aber ausgebucht und wir müssen ein neues suchen, was nicht zu schwer ist. Zwei Häuser weiter werden wir fündig.

 

13.09.2011

Mit viel Geld fahren wir zu Mr. Strini und bezahlen unsere Rechnung. Er meint, dass es mit dem Auto bis heute Nachmittag klappen müsste. Was hat Durban noch zu bieten? Wir entscheiden uns für den Botanischen Garten, der uns was die Pflanzen angeht nicht enttäuscht. Im Teagarden wollen wir einen Kaffee trinken und geraten ins Seniorenheim! Nach einem Mittagsschlaf können wir dann unser Auto im Hafen abholen. Um heute loszufahren ist es jedoch schon zu spät, also noch eine Nacht im Hotel.

Auf der Fahrt zum Sani Pass Auf der Fahrt zum Sani Pass

15.09.2011

Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht am Midmar-Stausee bei Howick fuhren wir heute durch das hügelige Midland über Underberg und Himeville (bis hierher asphaltierte Straße!) Richtung Sani Pass. Nach der südafrikanischen Grenzstation nach Lesotho, wird es sehr, sehr steil und die Weiterfahrt ist nur mit allradangetriebenen Fahrzeugen erlaubt. Der 1955 (!!!!!) eröffnete Sani Pass ist die einzige Straßenverbindung zwischen Kwa-Zulu/Natal und dem östlichen Lesotho. Gleichzeitig ist dies auch die höchste Bergstraße und laut Reiseführer eine der spektakulärsten Strecken Südafrikas. Peter meistert die teils dramatische Strecke wirklich super. Nur allein auf den letzten 6km überwindet die Piste 1000m Höhenunterschied! Nach einem aufregenden Aufstieg werden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt! Auch die Zöllner in Lesotho sind äußerst zuvorkommend und denken mit. Nachdem wir nach unseren Zielen und unserer Aufenthaltsdauer befragt werden, gibt der Zöllner zu unseren 5 Tagen nach einmal fünf drauf. Wer weiß, vielleicht werden wir die Zeit für die Strecke brauchen?!

Im höchsten Pub Afrikas trinken wir erst einmal Kaffee und starten dann zu einer kleinen Wanderung. Direkt am steil abfallenden Felsen wird es mir ganz schön schummerig, denn es weht auch noch ein heftiger Wind, gegen den es anzukämpfen gilt. Die Sicht ist grandios, weil auch das Wetter mitspielt.

Heute Abend haben wir uns zum Dinner für 85 Rand im Pub angemeldet. Bin mal gespannt, was es gibt.

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Straße rauf zum Sani Pass Straße rauf zum Sani Pass
Wanderung am Abgrund Wanderung am Abgrund

Freitag, 16.09.2011

Nach einer Nacht, in der ich trotz idyllischer Ruhe wenig geschlafen habe wache ich mit Kopfschmerzen auf. Ist es die Höhe, die mir zu schaffen macht? Immerhin sind wir auf 2874m Höhe. Lesotho wird auch das „Dach Afrikas“ genannt. Niedrigster Punkt ist der Zusammenfluss von Orange River und Makhaleng River (1400m), die größte Erhebung der Mount Thabana-Ntlenyana (3482m). Wir entscheiden uns ohne Wanderung weiter zu fahren. Gestern haben wir bei bester Sicht schon eine kleine Runde am Abgrund entlang gemacht. Heute ist es dunstig und die Aussicht nicht so spektakulär.

Den Sani Pass hoch zu klettern war schon eine Herausforderung, aber was jetzt kommt lässt unsere Herzen immer wieder still stehen. Für 10 km benötigen wir eine Stunde, das hätten wir zu Fuß auch geschafft. Hoffentlich haben wir hier keine Panne, denn es kommt uns kein Auto entgegen und menschliche Siedlungen sind auf unserem Weg auch keine. Erst in Mokhotlong treffen wir auf Menschen. Es wird uns klar, warum Lesotho zu den ärmsten Ländern dieser Erde gehört. Außer Schafzucht und ein bisschen Landwirtschaft an unbeschreiblich steilen Hängen gibt es hier nichts. Die Einheimischen laufen in Decken gehüllt mit über das Gesicht gezogenen Mützen rum, kein Wunder unser Thermometer zeigt gerade mal 5 Grad an. Sie wohnen in runden, mit Stroh gedeckten Lehmhütten. Nach einem nicht sehr ergiebigen Gespräch an einer Tankstelle in Mapholaneng entscheiden wir uns für kürzere Bergstrecke auf der „A1“ durch das Land. Die gesamte Strecke geht auf Höhen zwischen 2800 und 3200 m auf schwierigsten Offroad Pisten. Die Aussicht ist, bei strahlendem Sonnenschein gigantisch. Erst auf den letzten 45 km ist die Straße teilweise asphaltiert, wobei auch das seine Tücken hat, denn immer wieder stoßen wir auf tiefe Löcher. Unsere Fahrt gleicht einem Zickzackkurs. In der Nähe von Dörfern kommen immer wieder Kinder angerannt, die uns zuwinken und natürlich auch betteln. Als wir bei Butha-Buthe die Grenze zu Südafrika erreichen sind wir heilfroh dieses Abenteuer heil überstanden zu haben. Für die Strecke von 220 km haben wir 8 ½ Stunden gebraucht! Nur wird es jetzt gleich dunkel und wir müssen noch den Campingplatz in Fouriesburg finden. Im Dunkeln kommen wir hier im Meiringskloof Camp an. Kurz wird noch ein Brötchen reingedrückt und schon um acht Uhr fallen wir in einen Tiefschlaf.

 

 

Samstag, 17.09.2011

Ruhetag, der mit Abschmieren, Aufräumen und Duschen vorübergeht. Nachmittags kann ich Peter noch zu einer kleinen Wanderung überreden. Am Flüsschen entlang, durch Höhlen, die durch Überhänge gebildet wurden, geht es gemütlich stetig Berg hoch. Plötzlich stehen wir vor einer Kettenleiter die am Fels senkrecht hochführt. Wer will da hoch? Ich - beim Hochsteigen kommt das Ganze ins Schwanken. Als wir dann oben auf den Felsen stehen sind wir froh, dass die Konstruktion gehalten hat. Auf dem Hochplateau geht es entlang des Abgrunds wieder zurück. Zum Schluss kommt noch ein recht steiler Abstieg zum Camp. Ein rundum schöner Tag!

Mutprobe Mutprobe

Bericht 4 (23.09. - 04.10.2011)

Pretoria-Krueger Park-Mosambik

Pretoria

Im Kayalethu Guest House in Pretoria Hatfield werden wir nun einige Tage verbringen bis das Ersatzteil aus Österreich angekommt. Es scheint uns besser und sicherer zu sein hier hinter hohen Zäunen und Stacheldraht die Zeit zu verbringen, als außerhalb Pretorias nahe der Townships zu campen.

Spannend ist unser erster Ausflug per Bustaxi ins Zentrum Pretorias. Zeigefinger hoch und schon hält der Kleinbus an. Außer uns nur Schwarze, die uns aber kaum beachten. Zu Fuß erkunden wir dann am Feiertag die Stadt. In teilweise nicht ganz so vertrauenserweckenden Straßen wird uns etwas unwohl. Rundum den Church Square stehen Häuser im viktorianischen Stil, die von besseren Zeiten zeugen. Im Café Rich (Jugendstil???!!) genießen wir einen guten Espresso und spazieren dann weiter ins Naturhistorische Museum. Weil heute alle Museen freien Eintritt bieten und die Geschäfte hier nicht viel hergeben schließen wir auch gleich noch das Museum der Kulturen an. Zusammengefasst ist unser Urteil eher bescheiden. Wie wir später erfahren liegt es auch hier am Geld.

Nach ein paar Stunden haben wir genug von einer Hauptstadt, die uns nicht begeistert. Die schöneren Seiten Pretorias sind eindeutig die umliegenden Stadtteile. Leider sind nur vereinzelt Blüten an den Jacarandabäumen zu sehen. Um die richtige Abfahrtstelle für das Bustaxi zu erwischen müssen wir noch einige Blocks laufen. Aber schließlich sitzen wir eingepfercht drin und rassig geht die Fahrt Richtung Hatfield. Peter verfolgt auf dem Stadtplan den Weg. Etwas spät merken wir,dass wir eigentlich schon aussteigen müssen. Na ja wir haben es geschafft!

Nach einer ruhigen Nacht gehe ich noch schlaftrunken in unser Wohnzimmer (gleich nebenan) und entdecke, dass in dieser Nacht ungebetene Gäste da waren!

Laptop, Kamera, GPS, Schuhe, Kleider, Geld, Handy und viele wichtige Kleinteile sind weg. In aller Ruhe scheinen die Diebe unsere Sachen durchwühlt zu haben und sich das, für sie wertvolle ausgesucht zu haben. Wir haben nur durch eine Tür getrennt nichts davon mitbekommen. Mich beschleicht das Gefühl – eigentlich will ich nach Hause –noch am Vormittag kommt die Polizei und nimmt alles auf. Mir nimmt sie auch gleich die Hoffnung, dass von den gestohlenen Sachen irgendetwas wieder gefunden wird. Hier wird alles auf die Illegalen aus Simbabwe oder anderen umliegenden Ländern geschoben. Heute bin ich zu keiner Unternehmung mehr bereit! Gott sei Dank rufen Stephi und Kati aus Deutschland an und geben mir das Gefühl von „die trauern mit uns, die vermissen uns, die sind froh, dass uns nichts passiert ist“. Die Guesthousebesitzer bedauern den Diebstahl zutiefst und helfen uns wo sie nur können.

Nach einem traurigen Tag machen wir uns wieder auf und besorgen erst mal Trekkingschuhe. Als wir den Verlust verschmerzt haben beschließen wir uns auch wieder einen neuen Laptop zu kaufen. In einer Shopping Mall mit den edelsten Geschäften werden wir deshalb richig viel Geld los.

Groß ist die Freude, als am nächsten Tagunser Päckchen da ist. Morgen geht es weiter!! Weg von hier!

 

 

Krügerpark(30.09.- 01.10.2011)

 

Eigentlich wollten wir gar nicht bis zum Krügerpark fahren, aber als wir dann vor den Toren stehen und erfahren, dass außer für heute Nacht bis Ende nächster Woche alles ausgebucht ist, fahren wir kurzentschlossen doch noch in den Park rein. Im Camp Malelane verbringen wir die Nacht und fahren gleich früh morgens los. Mit Hilfe der Parkkarte ist es recht einfach sich zu orientieren. Schade, dass unsere Safari nur einen Tag dauert, aber in Südafrika sind Schulferien und ohne Reservation ist nichts zu machen. Na ja Nashorn, Giraffe, Impalas, Zebra, Gnu, Warzenschwein, Elefanten, Krokodile und zahlreiche schöne Vögel haben wir gesehen, leider keine Wildkatzen. Ander Grenze zu Mosambik in Komatipoort verbringen wir eine Nacht auf einem schönen Campingplatz und werden sogar noch Gast bei einem Bierfest mit alten Countryschnulzen.

 

Mosambik (2.10.2011)

 

An der Grenze zu Mosambik ist heute am Sonntag ziemlich viel los.Gleich werden wir von vielen Touriguides umringt, die uns alle helfen wollen. Einer setzt sich durch und schleust uns durch alle Schalter. Als die Zollformalitäten in Südafrika alle erledigt sind, ist unser Giude plötzlich weg. Doch kaum am mosambikanischen Zoll angekommen ist er schon wieder da. Das Visa für Mosambik kostet 56 Euro , die Gebühr ist in Euro, Dollar oder südafrikanischen Rand zu bezahlen. Wir entscheiden uns für Euro, haben aber nur Scheine dabei. Die Zöllnerin, die uns bereits fotografiert und Fingerabdrücke abgenommen hatmeint, sie hätte kein Wechselgeld. Daraufhin will ich ihr den Betrag in Rand bezahlen, das geht aber nicht, da schon alles im PC eingegeben ist. Ist das nur eine Masche? Geduldig warte ich, bis die Lady mit Rand kommt und mir den Restbetrag aushändigt. Na also!! Zum Schluss muss der Zoll noch einen Blick in unser Auto werfen – no problem!Nunwill unser Guide 200 Rand für den Zoll, was aber nach Nachfragen nicht stimmt, schließlich gibt er zu, dass das für seine Arbeit sei! Wir geben ihm 40 Rand und fahren unter Gelächter seiner Kameraden weiter.

Auf Maputo haben wir keine große Lust, aber Hunger. Laut Reiseführer isst man im Hotel Costa do sol gut, also nichts wie hin. Wir müssen einige Zeit warten, bis wir auf der Terasse einen Tisch bekommen, vor uns reges Treiben am Strand.

Nach einer Flasche Wein und recht guter Fischplatte wollen wir nach Macaneta, ca. 40km von Maputo entfernt. Schilder können wir keine entdecken und erst nach vielen Nachfragen stehen wir dann bei einsetzender Dämmerung an der Fähre über den Incomati. Egal, jetzt gibt es kein zurück mehr. Trotz Dunkelheit undtiefer Sandpiste finden wir dann einen wirklich schönen Campingplatz .

  

Tan´n Biki Campingplatz3.+4.10.2011

 

Nach so viel Erlebnissen ist heute Ruhetag! Gemütliches Frühstück, Strandspaziergang, Lesen, Faulenzen .... Gegen Nachmittag kommt starker Wind auf und später beginnt es bei Blitzen und Donnern zu regnen. Der Platz ist so schoen, dass wir hier bleiben, bis wir kein Geld mehr haben und zurueck muessen.

 

Xai Xai 4.10.2011

 

Zum ersten Mal werden wir mit einem ueblen Camp konfrontiert! Wasser geht nur am Waeschewaschbecken, Duschen und Toiletten moechte ich nicht beschreiben! Preislich entspricht es trotz allem dem, was wir in Suedafrika bezahlt haben!! Deshalb geht es am naechsten Tag auf schnurgerader Strecke stundenlang geradeaus. Vorbei ziehen immer wieder kleine Doerfer mit strohgedeckten Rundhuetten und ab und zu groessere Ortschaften mit Strassenmaerkten. An der Strasse sitzen Haendler, die Gemuese, Cashewnuesse und wir vermuten selbstgebrannten Zuckerrohrschnaps, in den Plastikwasserflaschen, die wir wegwerfen, anbieten.

 

Tofo 05.10.- 10.10.2011

 

Etwas abseits vom Ort finden wir einen ganz tollen Platz beim Backpacker Bamboozi. Hier steht unser Bremach unter Kokospalmen rund um uns herum stehen Huetten und auf der Duene etwas konfortablere Chalets. Bewacht von Security Guards, die es geniessen Uniform zu tragen machen wir hier „Urlaub“. Das Meer ist angenehm warm, der lange Strand laedt zum Spaziergang ein. In Tofo gibt es einen kleinen Markt mit Lebensmitteln und auch Andenken fuer Touris. Direkt auf einer Terasse ueber dem Strand essen wir leckeren Fisch und King Prawns – jetzt geht es uns wirklich gut!

 

 

 

10.10.-15.10.2011 (Tofo – Vilankulo – Tete)

 

Nach fuenf sehr erholsamen Tagen in Tofo, die wir mit Baden, langen Strandspaziergaengen, Lesen und Ausruhen verbracht haben geht es weiter nach Vilankulo, dort wollen wir Schnorcheln gehen. Die Fahrt geht durch endlose Palmenhaine, die hin und wieder durch kleine Doerfer unterbrochen wird. Sobald die Ansiedlung etwas groesser ist, bildet sich ein kleiner Markt mit Menschentrauben. Obst, Gemuese, Kleider, Toepfe, Holzkohle und vieles mehr wird angeboten.

 

Vilankulo 10.-12.10.2011

 

Vilankulo ist eine richtige Stadt mit Supermarkt, Banken, Tankstelle und Guest Houses. Hier leben die Einheimischen direkt neben den Touris. Im Garten von Casa de Jose und Tina stellen wir unseren Bremach ab. Der geschaeftstuechtige Verwalter des Guesthouses ueberzeugt uns auch gleich, dass wir hier unbedingt einen Bootsausflug zu den Bazaruto Inseln machen muessen. Gleich frueh morgens geht es mit einem Dhau los, bevor die Ebbe kommt. Schon bald merken wir, wie flach und sandig es hier ist. Das azurblaue Wasser ist glasklar und wir freuen uns schon aufs Schnorcheln. Vor der Insel wird angelegt und gleich geht es ins Wasser. Die bunten Fische schwimmen ganz dicht an uns ran. Nach ausgiebigem Schnorcheln wandern wir den weissen Strand entlang. Als wir zurueckkommen ist schon das Essen fertig. Es gibt gegrillten Fisch, Reis, Kartoffeln in Tomatensauce, Krautsalat und natuerlich leckere kleine Bananen. Leider muessen wir dann, wegen der Gezeiten wieder zurueck. Den Rueckweg bestreitet die Crew segelnd und wir gleiten lautlos ueber das herrliche Wasser.

 

Chimoio 13.10.2011

 

Von Vilankulo fahren wir ohne groessere Pause bis Chimoio, wo wir beim Milpark Hotel uebernachten. Chimoio liegt auf 750m Hoehe und wir geniessen nach der Hitze waehrend der Fahrt die angenehm Kuehle. Von hier geht es durch recht einsame Bergregionen. Kurz vor Catandica wundern wir uns ueber ein Schild mit Schweizer Fahne „Farma do Luz“ 20 km Sandpiste. Na ja, das schauen wir uns an. Mitten im Wald hat sich ein Schweizer Ehepaar eine Farm gekauft und baut Orangen und Litschis an, das einzige ueber das, sich die Beiden beschweren ist die schlechte Infrastruktur. Wir geniessen ohne Arbeit das Bad im Pool mit Sicht auf den Orangenhain.

 

Tete 15.10.2011

 

Von hier sind es noch ca 200km bis Tete. Die Fahrt fuehrt an traditionellen Doerfern mit Rundhuetten und riesigen knorrigen Baobabs vorbei. Die Temperaturen steigen und wir naehern uns dem Sambesi. Tete ist eine grosse Stadt, die wir uns bei diesen Temperaturen ca 40Grad lieber sparen. Direkt hinter der Bruecke ueber den Sambesi campen wir auf einem kleinen Platz der Reformationskirche. Im Laufe des Nachmittags fuellt sich der Platz mit einer hollaendischen Reisegruppe, die mit einem grossen LKW „Overlander“ unterwegs. Glutrot geht die Sonne abends hinter der Sambesibruecke unter und wir haben eine recht heisse Nacht vor uns. Morgen geht es nach Malawi!

 

 

MALAWI

 

Blantyre 16.10.2011

 

Nach dem Fruehstueck fahren wir bis zur Grenze von Malawi(39Grad!). Gleich sind wir von unzaehligen Schwarzen umringt, die unser Geld tauschen wollen, Wechselkurs ist Verhandlungssache. Andere reden auf uns ein, dass wir unbedingt eine Versicherung abschliessen muessen, da sonst in Malawi hohe Strafen zu zahlen sind. Ausserdem werden uns rote Aufkleber aufgeschwatzt, die anscheinend auch Pflicht sind. Vor lauter Stimmen schwirrt uns der Kopf. Wir fahren erst mal an den Zoll ran und erledigen unsere Formalitaeten. Den Zoellner frage ich nach dem Wechselkurs, der gibt mir allerdings keine Antwort, sondern schickt gleich jemanden mit einem Taschenrechner vorbei. Ich tausche erst mal einen kleinen Betrag unserer Meticais, um dann draussen noch mal zu noch besserem Kurs zu tauschen. Mittlerweile sind wir auch davon ueberzeugt, dass wir eine Versicherung brauchen. Kein Problem, die Agenten sind uns ja nachgelaufen! Fuer 1900 Meticais(ca.50$), mehr habe ich nicht mehr bekommen wir ein offiziell ausschauendes Dokument und einen Aufkleber fuer die Windschutzscheibe. Nach der Grenze geht es stetig bergauf und das Thermometer bergab!! Bei Blantyre campen wir bei einer Lodge mit Teehaus. Leider fuer Camper kein Strom und nur kalte Duschen. Aber die Aussicht auf die Shireniederungen und die vorgelagerten Bergketten ist genial. Nach einem guten Fruehstueck, im Preis inbegriffen, geht es weiter zum Zombaplateau.

 

Zomba Plateau 17.+18.10.2011

 

Durch Blantyre zu fahren und die richtige Strasse zu finden ist recht schwierig. Mittlerweile wissen wir auch, dass es in Malawi Versorgungsengpaesse mit Benzin und vor allem Diesel gibt. An vielen Tankstellen haben wir schon nachgefragt! Wenn das nicht anders wird muessen wir unsere Reise durch Malawi nach unserem Tank richten! Es waere sehr schade, denn bisher sind wir begeistert. Die Fahrt auf das Zomba Plateau belohnt mit grandiosen Aussichten und als wir bei der „Trout Farm“ aussteigen sind wir total ueberrascht, wie angenehm die Temperaturen sind. Leider gibt es keine Forellen mehr, die Zucht wurde vor laengerer Zeit aufgegeben. Das heisst halt selber kochen – es gibt Spaghetti Carbonara“. Abends muessen wir uns sogar einen Pulli ueberziehen und spaeter lassen wir die Scheiben runter, da es uns nur mit Moskitonetz zu kuehl wird. Morgen wird gewandert! Zuerst am Bach entlang bis zum Wasserfall und dann bis zum Stausee. An der Strasse sind Haendler, die Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pfirsiche und Kartoffeln anbieten. Die Fruechte schmecken superlecker. Als wir von unserer Wanderung zurueck sind kommt ein riesiges deutsches Wohnmobil – ein gruenes Monster! Die beiden, Jupp und Doro sind sehr nett und wir tauschen Reiseerfahrungen aus. Nach einer wieder kuehlen Nacht und Affenbesuch beim Fruehstueck gehen wir zu viert mit einem Fuehrer –Andrew- auf Wanderschaft. Durch den Wald geht es zum Wasserfall und zu mehreren Aussichtspunkten. Nach 41/2 Stunden sind wir zurueck beim Camp und lassen den Abend bei einem Lagerfeuer (in Decken gehuellt!!) mit leckerem Wein ausklingen.

 

Cape Maclear 19.-22.10.2011

 

Auf der Fahrt zum Malawisee fragen wir an vielen Tankstellen nach Diesel, leider vergeblich. Erst in Liwonde sichten uns Schwarzhaendler, die uns zum doppelten Preis 40 Liter verkaufen. Was soll`s- Hauptsache es geht weiter! In Chembe, einem Fischerort mit zahlreichen Lodges finden wir einen schoenen Campingplatz direkt am See, leider sind ausser uns noch zwei Reisegesellschaften da. Die Abende sind deshalb unruhiger als wir es gewohnt sind.

Die Fischer und vor allem die Kinder sind uns gegenueber sehr freundlich und aufgeschlossen. Waehrend wir am Strand entlang gehen erhalten wir Einblick ins taegliche Leben – Waesche und Geschirr wird im See gewaschen, daneben fangen andere kleine Fische, die getrocknet werden, Kinder spielen im Wasser, Erwachsene waschen sich die Haare oder putzen die Zaehne. Bei Einbruch der Dunkelheit fahren die Fischer mit ihren Einbaeumen raus auf den See.

Ob wir im See baden haben wir noch nicht beschlossen, irgendwie ueberwiegt doch die Sorge um die Gesundheit.

 

Senga Bay 23.-25.10.2011

 

Nach einem Gespraech mit einer deutschen Aeztin haben wir jetzt doch im Malawisee gebadet. Das Wasser ist warm und es geht hier weit flach in den See, eine Erfrischung war das Bad dennoch. So kam ich in den Genuss an einer Insel zu schnorcheln. Schoene bunte Fische, die bei uns in Aquarien leben habe ich dabei gesehen. An Land habe ich zudem noch zwei ca 50 cm lange Warane vorbeihuschen gesehen.

 

Chinteche 25.-27.10.2011

 

Jetzt sitze ich unter einem riesigen Mangobaum, ich wusste gar nicht, dass die so gross werden ca. 10m hoch, der Bremach hat den ganzen Tag Schatten, mein Blick geht zum Malawisee. Wenn wir nicht wuessten, dass das ein See ist, koennten wir meinen es ist das Meer. Weisser Strand, ein paar Felsen, die die Bucht einrahmen – einfach klasse! Wir sind hier auf dem super ausgestatteten Camping ganz allein. Im Restaurant haben wir gestern zum ersten Mal ein Dreigangmenue gegessen, war echt lecker, aber auch entsprechend teuer 25$/Person. Ueberhaupt ist den Leuten hier am liebsten, wenn man in $ oder Euro zahlt. Die Wirtschaft liegt darnieder, auf den Strassen ist kaum Verkehr, da man ausser auf dem Schwarzmarkt kein Benzin und schon recht keinen Diesel bekommt. Es bleibt uns nichts anderes uebrig, als fuer einen Liter ca 2Euro zu bezahlen. Das haut ganz schoen rein! Aber es sind jetzt nur noch 400 km bis zur Tansanischen Grenze und wir hoffen, dass es dort anders ist.

Auf der Fahrt hierher haben wir, obwohl wir der Missionsgeschichte etwas skeptisch gegenueber stehen die Mua Mission besucht. Dort ist ein Pater, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Kultur der Eingeborenen zu erhalten, zu archivieren und ihnen auch vermittelt, wie wichtig es ist, diese Wurzeln nicht zu vergessen. Durch Zufall war gerade eine Tanzvorstellung am Laufen und wir sind natuerlich gleich hin. Pater Boucher hat zwischen den Taenzen die Symbolhaftigkeit erklaert, was sehr interessant war. Am meisten erstaunt hat uns, zu merken wie vertieft die Schwarzen waren und wie ernst sie das Tanzen genommen haben. Wir hatten das Gefuehl, dass es fuer sie nicht nur eine Tourisache war. Als ein Ungeheuer auftauchte war die Angst der Frauen so gross, dass sie sich fast auf Peters Schoss gesetzt haben, weil sie glaubten da sicher zu sein.

 

 

Rumphi-Chitimba Bay- Grenze Tansania 27.-29.10.2011

 
Drei weitere Tage haben wir am Malawisee verbracht und haben dabei taeglich einige Kilometer hinter uns gebracht.
Der Grenzuebergang nach Tansania ist wie immer: viele Schwarze bedraengen uns, damit wir Geld tauschen, andere wollen mit uns die Zollformalitaeten erledigen und wieder andere versichern uns, dass wir unbedingt eine Versicherung brauchen. Mittlerweile haben wir darin schon etwas Uebung und Sicherheit erlangt. Zoll machen wir allein, Geld tauschen wir hier nicht und die Versicherung hat noch Zeit!
Als erstes will der Zoellner von uns pro Person 50 $, nicht in Landeswaehrung sondern in US Dollars. Als ich ihm sage, dass wir nur Euro haben schuettelt er den Kopf und meint, wie kann man ohne Dollar nach Tansania fahren. Aber fuer alles gibt es ein Loesung in Afrika. Ein eventuell Bankangestellter? fuehrt uns zu einer Bank, wo wir Euro in Dollar tauschen koennen, denn der Zoellner haette es nur 1:1 gemacht! Dann geht es an die Gebuehr fuer das Auto, noch einmal 25$ fuer 30 Tage, ja und dann haben wir ja noch keine Versicherung fuer Tansania. Wir gehen also mit dem Versicherungstyp in ein Kabuffbuero und verhandeln. Wir brauchen eine „yellow card“, die fuer alle noch zu bereisenden afrikanischen Laender gilt. Anfangsverhandlung 120 Euro fuer ein halbes Jahr. Nach einer Weile haben wir ihn schon auf 100 Euro runtergehandelt und Peter holt das Geld. Ich gebe ihm dann 90 Euro und sage, mehr haben wir nicht. Er willigt ein – wahrscheinlich hat er immer noch viel daran verdient! Jetzt sind wir in Tansania und einen ganzen Batzen Geld los!
In Tukuyu holen wir erst mal am Automat Geld und fahren dann weiter zu einem ganz kleinen Campingplatz inmitten von Einheimischen und Bananenstauden. Ueberhaupt macht Tansania auf uns einen etwas geordneteren Eindruck, das wilde Durcheinandergepflanze hat hier mehr Plantagencharakter. Unsere Fahrt ging durch riesige Tee- und Bananenplantagen. Wir fahren hier auf ca 1500m Hoehe. Das merken wir abends, als es merklich kuehl wird und wir unsere Decken und langaermligen Pullis rausholen. Kaum am Platz angekommen haben wir Kinderbesuch, die sich ueber Kekse, Maoam und unseren Reisefuehrer mit den Tierbildern freuen. Wir haben Reis und Huehnchen bestellt und nach einer Weile kommen zwei Frauen mit Tuppergeschirr vorbei und tischen uns auf. Gemuese, Reis und die Saucen schmecken lecker, das Huhn ist etwas zaeh, wohl eher ein zu kurz gekochtes Suppenhuhn!

 

 

Farm Kisolanza – Iringa - Baobab Valley 30./ 31.10.2011

 
Dieser Platz wird uns in Erinnerung bleiben, so schoene geflieste Duschen mit so einem ergiebigen Wasserstrahl hatten wir schon lange nicht mehr. Auch das Abendessen in einem traditionell gebauten Haus bei Kerzenschein ist ein Erlebnis. Nach einer sehr erholsamen, kuehlen Nacht trinken wir dann in Iringa unseren ersten tansanischen Kaffee – echt lecker, aber sehr stark! Internet, Souvenirs und einen kleinen Supermarkt gibt  es auch. Die anschliessende Fahrt ins Tiefland muss, wenn man die vielen auf der Strecke gebliebenen LKWs anschaut fuer die Fahrer ein Grauen sein! Langsam und vorsichtig schaffen wir die Fahrt an allen vorbei.  Hier im Baobab Valley, bei ganz anderen Temperaturen verbringen wir die naechste Nacht.

 

Dar Es Salaam – Sunrise Beach Resort Kipopeo 1.11. – 5.11.2011

 
Jetzt muss ich weiter schreiben  - meint Vivian. Schon 10 Kilometer vor Dar Es Salaam nimmt der Verkehr stark zu. Wir muessen mitten durch die ganze Stadt oder besser gesagt durch das dickste Chaos. Es ist ca. 35 Grad warm und ich muss mich sehr konzentriern, Vivian versucht die Orientierung zu behalten und Strassennamen zu finden. Sie schafft es, mich bis zum Faehranleger zu lotsen. Dort braten wir dann auf die Faehre wartend fast eine Stunde in der Sonne aber letztlich kommen wir doch noch vor Dunkelheit im Sunnrise Beach an. Schoener Strand – hier halten wir es gut 4 Tage aus.

 

5.-7.11.2011 Bagamoyo

 
Der Wg zurueck geht wieder ueber die Faehre nach Dar Es Salaam das heisst wieder ueber eine Stunde im Gedraengel auf die Faehre wartend anstehen. Im Norden von Dar gibt es mehrere tolle Malls und wir muessen dringend unsere Vorraete aufstocken. Nach mehrmaligem Fragen finden wir die Mall dann auch. Wenn man die Malls von Suedafrika kennt ist dies jedoch ein mittelguter Supermarkt mit einigen angeschlossenen Laeden – na ja Joghurt, Muesli, Kaese, Corned Beef (ach wie lecker!!) und Bier in Dosen gibt es. Direkt ueber dem Meer sitzend essen wir dann noch in einem Restaurant, das hauptsaechlich von Weissen besucht wird. Gestaerkt stuerzen wir uns dann in den chaotischen Verkehr raus aus der Stadt. Stop and go, Gedraengel und Hitze setzen uns zu. Am Spaetnachmittag kommen wir in Bagamoyo an. Bagamoyo war einst groesster Sklavenumschlagplatz, einige arabisch aussehende Ruinen zeugen von dieser Zeit. Zudem gibt es ein Museum zur Geschichte, dieses Mal nicht nur der Missionsgeschichte, sondern auch der Stammesgeschichte – lohnenswert! Deutsche Haeuser gibte es auch, oder das was davon uebrig ist. Bei diesem feuchtheissen Klima ist jedes Gebaeude nach kurzer Zeit renovierungsbeduerftig. Hier in Bagamoyo und Umgebung gibt es einige Schulen, die in Deutschland Partnerschulen haben.

 

 

7.- 10.11.2011 Pangani Peponi Beach Ressort


Die Moskitos treiben uns weiter, denn in der Travellers Lodge wird den ganzen Tag der Rasen gesprengt, was zwar sehr schoen aussieht, aber eine Schnakenplage mit sich bringt. Anfangs fahren wir auf Teerstrasse, dann um einige Kilometer einzusparen kuerzen wir ab und landen auf einer sehr schlechten „dirt road!“ Viele Doerfer muessen wir passieren. Ueberall werden wir freudig begruesst, Kinder und Erwachsene winken uns zu. Ueberall hoeren wir „Tschembo – Hallo“ , oder „Karibu – Willkommen“, das troestet zumindest mich ueber die Strassenverhaeltnisse hinweg. Peponi Beach ist wunderschoen unter riesigen Palmen und vielen anderen Baeumen direkt am Meer gelegen. Das angeschlossene Restaurant bietet Essen so guenstig, dass die Kueche kalt bleibt. Waehrend eines Ausflugs ins nahe gelegene Dorf bekommen wir Einblick in die Wohnverhaeltnisse der ansaessigen Fischer. 

 

Lushoto Usambara Mountains 11.-13.11.2011

 

Nach vier Tagen am Meer, verbracht mit Dorfbesuch, leckerem Essen, Austausch mit Schweizer Ehepaar, Lesen, Reiseplanung und Baden im badewannenwarmen Ozean geht es weiter in die Usambara Mountains. Die Piste zurueck ist gottseidank besser und wir erreichen zuegig die Teerstrasse. Am Fusse der Berge entlang geniessen wir die Sicht auf Berge und Massaisteppe .

Kurvenreich windet sich die Strasse dann auf ca 1300 Meter Hoehe. Lushoto ist ein grosses afrikanisches Dorf und wir fahren direkt weiter zur Irente Farm, ab Lushoto allerdings auf anstrengender Piste. Auf der Farm gibt es leckeres Roggenbrot, Joghurt, Kraeuterquark und abends ein leckeres Gemuesecurry. Eine kurze Wanderung zum View Point belohnt uns mit grandioser Aussicht auf die Massaisteppe und die umliegenden Berge. Am naechsten Tag auf einer Wanderung nach Lushoto werden wir Zeuge einer afrikanischen Bierbraumethode – auf die Verkostung verzichten wir allerdings! Alles rund um uns ist gruen, es sieht aus wie ein grosser Garten!

 

South Pare Mountains 13.-14.11.2011

 

Ueber eine unbeschreiblich schlechte Piste klettern wir ueber Kisiwani hoch nach Mbaga. Umkehren ist unmoeglich! Endlich kommen wir in Mbaga an. Die Hilltop Tona Lodge liegt direkt am Abhang mit wunderschoener Aussicht. Fuer ein Wohnmobil hat es jedoch nur hinter dem Haus direkt unterhalb der Dorfstrasse einen Stellplatz. Aber da wir keine Auswahl haben muessen wir bleiben. Gertrud (eine Schwarze), die Managerin begruesst uns herzlich. Die Tona Lodge gehoert zu einem Dorfprojekt und wir muessen zur Campgebuehr auch noch fuer das Projekt einen Obulus bezahlen. Das erfahren wir aber erst bei Abreise. Gertrud ist eine clevere Geschaeftsfrau und sagt gleich : „I`m your guide now, please tell it to the village people“. Morgen will sie mit uns eine Wanderung zu den Highlights von Mbaga machen. Schon am Abend gehe ich mit ihr die Dorfstrasse entlang zu einer Kirche, zum Besuch bei der Tante. Sie ist wissbegierig und fragt mich nach Deutschland aus. Vieles, was ich ihr erzaehle ist fuer sie unverstaendlich z.B. dass wir all unser Essen im Supermarkt kaufen, ganz zu schweigen von Renten- und Arbeitslosenversicherung. In der Nacht schuettet es und mir wird Angst und Bange, wenn ich an die Fahrt ins Tal denke. Aus dieser Sorge heraus verzichten wir auf die Wanderung und begeben uns auf die Fahrt runter. Die Fahrt geht den ganzen Bergkamm entlang und belohnt uns mit tollen Aussichten, zudem ist diese Strecke besser als die gestern. Ich stosse einen Seufzer der Erleichterung aus, als wir in Same die Teerstrasse nach Moshi erreichen.

 

Moshi 14.- 19.11.2011

 

Ganz gespannt bin ich darauf den Kilimanjaro endlich zu sehen. Aber ausser den Auslaeufern ist nichts zu sehen. Der Berg huellt sich in Wolken. In Moshi stocken wir unsere Vorraete auf und telefonieren mit daheim. Bei der Honey Badger Lodge koennen wir toll campen und treffen Lutz einen Weltreisenden aus Augsburg. Mit Erzaehlen, Erfahrungsaustausch vergeht die Zeit wie im Flug. Zudem ist fuer uns quasi Weihnachten, denn Lutz ueberlaesst uns ein GPS Geraet mit den „tracks fuer Afrika“.

Auch am naechsten Morgen zeigt sich der Kili nicht! Endlich am dritten Tag ist der Berg fast wolkenlos zu sehen. Aber zum Besteigen ist jetzt wirklicch nicht die richtige Jahreszeit. Trotzdem tut es gut mal ein paar Tage nicht im Auto zu sitzen.

 

Moshi bis Ngorongoro Krater 19.11.-22.11.2011

 

Nach geselligen Tagen mit Lutz und einer grandiosen Aussicht auf den Kilimanjaro machen wir uns auf den Weg Richtung Serengeti. Einen Zwischenstopp legen wir auf der Snake Farm ein. Hier koennen wir alle Schlangen Afrikas in erbaermlich kleinen Terrarien anschauen. Gott sei Dank sind wir bisher keiner davon begegnet! G leich am naechsten Morgen geht es auf guter Strasse bis Karatu (letzter Ort vor dem Parkeingang zur Serengeti). Bei einer feudalen Lodge erkundigen wir uns nach den Preisen fuer eine Safari in den Krater bzw. die Serengeti. Weil wir hoffen noch einen guenstigeren Anbieter zu finden sagen wir erst einmal nicht zu. Am naechsten Tag schauen wir uns in Karatu um und holen ein weiteres Angebot ein, das sich von dem ersten kaum unterscheidet. Anfangs haben wir die Hoffnung noch weitere Reisende zu finden, die mit uns die Mietgebuehr fuer das Fahrzeug teilen. Letztendlich sagen wir zu!

Nach dem Fruehstueck und Warten auf die Tickets, die bei der Bank besorgt werden muessen, geht es mit einem klapprigen Jeep los. Ich bin ganz aufgeregt, denn ich erfuelle mir hier einen Kindheitstraum.

Von oben in den Ngorongoro Krater reinzuschauen ist wirklich imposant. Die Dimensionen sind gigantisch. Auch die Anzahl der Tiere ist beeindruckend. An Bueffeln, Zebras, Antilopen, Kudus, Straussen und vielen Voegeln fahren wir vorbei und koennen sie aus naechster Naehe beobachten. Mittagspause legen wir beim Hippopool ein und tatsaechlich sind hier in ca 6m Entfernung zahlreiche Hippos im Wasser. Unser Lunchpaket sollen wir im Auto verzehren, da hier grosse Voegel sind, die den Touris das Essen aus der Hand wegschnappen. Ganz kann ich das nicht glauben! Mit einem Stuck Pfannkuchen in der Hand steige ich aus und - schwupp kaum habe ich mich umgedreht, kommt ein recht grosser Greifvogel und der Pfannkuchen ist weg. Nach dem Essen geht es weiter und wir sehen unsere ersten Loewen. Zwei Maennchen marschieren fast gelangweilt direkt an unserem Auto vorbei. Ein Stueck weiter liegt eine Loewin, die sich auch nicht um uns kuemmert. Zum Schluss unserer Safari werden wir noch von einer Affenherde besucht. Sie steigen trotz meinem Gebruell und Gefuchtel ueber das Dach ins Auto ein, knacken unsere Lunchboxen und klauen meine Banane, die auf dem Ruecksitz liegt. Ganz genuesslich sitzt ein Affe auf der Ruecklehne des Jeeps und verspeist die Frucht. Wehmuetig geht es dann wieder aus dem Krater zurueck und wir geniessen noch einen Blick von oben, direkt beim Grzimekgedenkstein.

Am naechsten Tag geht es wieder zurueck nach Moshi. Kaum zu glauben, Lutz ist immer noch da und wir freuen uns schon auf viele interessante Gespraeche.

 

Moshi bis Utengele Coffee Farm 25.-28.11.2011

 

Nach noch einmal drei Tagen in Moshi (ohne Kili-Sicht!) machen wir uns auf den Weg Richtung Sueden, denn das Permit fuer unser Auto laeuft Ende des Monats ab. Ueber dem monotonen Fahrgeraeusch vergessen wir die Zeit und fahren viel weiter als wir wollten. Erst als es daemmert kuemmern wir uns um Uebernachtung. Zum Glueck zeigt das GPS zeigt ein Camp an. Im Dunkeln irren wir jedoch, wahrscheinlich knapp neben dem Camp durch die Ululuru Mountains im Suedosten Tansanias. Genervt geben wir nach einer Stunde auf und campen direkt neben dem Weg. Ein bisschen Bammel habe ich schon so mitten im „middle of nowhere“. Am naechsten Morgen entdecken wir Kinder, die vom Hang aus ins Auto schauen. Erst nachdem Peter rausgeht und ihnen zuwinkt kommen sie naeher und werden mit Maoam belohnt. Ueberhaupt ist die Dorfbevoelkerung sehr zurueckhaltend und laesst uns in Ruhe fruehstuecken. Die Menschen hier in Tansania, wie auch bisher fast in allen Laendern, die wir bisher bereist haben, sind sehr freundlich und hilfsbereit. Durch einsame Bergdoerfer holpern wir dann zurueck zur Teerstrasse.

Das Camp auf der Kisolenza Farm bei Iringa, unser naechster Uebernachtungspunkt kennen wir schon. Die letzte Nacht in Tansania verbringen wir bei Mbeya auf der Utengele Coffee Farm – eine edle Lodge, die aber fuer Camper nicht so viel zu bieten hat.

 

Sambia

 

Grenze Sambia Tunduma – Kasanka Nationalpark 28.11. – 4.12.2011

 

Eigentlich wollen wir noch in Tansania unsere Vorraete aufstocken, aber ploetzlich stehen wir schon an der sambischen Grenze. Natuerlich wollen wieder viele Schwarze beim Grenzuebertritt helfen, einer bleibt ausdauernd bei uns, obwohl Peter immer wieder dankend ablehnt. Letztendlich ist „David“ dann doch noch sehr nuetzlich, denn hier an US-Dollar zu kommen, ohne die es nicht geht, und zu wissen welches Buero wo ist entpuppt sich als nicht so einfach. Als wir schon glauben gleich fertig zu sein, muessen wir feststellen, dass die Beamten, die fuer die Roadtax zustaendig sind in derMittagspause sind. Bei nahezu 40 Grad muessen wir fast eine Stunde warten – dann geht es los nach Sambia. Landschaftlich aendert sich nicht viel, wir fahren stetig auf einer Hoehe von ca. 1400 m durch Wald- und landwirtschaftliche Nutzflaechen. Einen Unterschied entdecken wir jedoch sehr schnell – nirgends sitzt mehr eine Bauersfrau an der Strasse und verkauft Obst und Gemuese! Die Gegend hier im Nordosten ist sehr duenn besiedelt. Nur ein paar Kilometer von der Strasse entfernt finden wir bei Kalungu 60km von der Grenze entfernt, einen super Campingplatz (Suedafrikanischer Standard!!!, nur kein Strom).

 

Kapishya Hot Springs 29.11.- 02.12.2011

 

Am naechsten Morgen machen wir uns mit biologisch angebautem Gemuese vom Camp auf den Weg Richtung Kapishya Hot Springs. Die Great North Road ist zum groessten Teil in sehr gutem Zustand und der Verkehr sehr spaerlich, so dass wir zuegig voran kommen. In Isoka (einem etwas groesseren Dorf) finden wir eine Bank mit ATM, so dass wir nun sorgenfrei weiterfahren koennen. Doch ein Besuch auf dem Dorfmarkt muss sein! Wichtigstes Nahrungsmittel sind hier die Mopane Raupen, die getrocknet auf grossen Haufen angeboten werden. Da wir nicht wissen, wie sie zuzubereiten sind verzichten wir und kaufen lieber Kraut, Tomaten und Mangos. Bei angenehmen Temperaturen (ca. 28-30 Grad) fahren wir durch einsame Waldlandschaften, vorbei an reizvollen Fels- und Bergformationen (1300-1600 m ). Alles hier ist gruen und Wasser ist im Ueberfluss vorhanden.

Inmitten dieser abwechslungsreichen laendlichen Region stossen wir auf ein schlossaehnliches, altenglisches Herrschaftsanwesen. Kaum zu glauben, dass sich ein englischer Adliger hier 1920 mit einem enormen Aufwand dieses Gebaeude erstellt hat. Ueber eine gute Erdstrasse fahren wir zu den Kapishya Hot Springs. Die 38 Grad heissen Quellen sind Lebensspender fuer eine fantastisch tropische Vegetation und riesige Raffiapalmen, in denen wir tolle Voegel entdecken. Es ist entspannend in dem natuerlichen heissen Pool zu liegen und zu traeumen. Der Campingplatz liegt idyllisch am Fluss. Dort treffen wir auf Martin und Christa zwei Ex-Oesterreicher, die in Windhoek leben. Ausgeruestet mit guten Infos zu Namibia machen wir uns nach drei Tagen auf den weiteren Weg.

Nun wollen wir in die Mutinondo Wilderness laut Reisefuehrer ein ganz besonderer Tipp. Auf Waldwegen, am GPS zweifelnd naehern wir uns dem Kankonde Camp. Ploetzlich oeffnet sich der Blick auf bucklige, von Urwaeldern umrahmte Felsruecken. Das Camp ist uns jedoch etwas zu einsam und bietet nicht wie versprochen viel Ausblick, so dass wir entscheiden zum Hauptcamp zu fahren. Unterwegs entscheiden wir uns jedoch fuer Buschcamp auf einer Lichtung mit tollem Blick auf die buckligen Felsen. Zum Wandern ist es uns jedoch zu heiss, so dass wir am naechsten Morgen weiter zum Kasanka Nationalpark fahren.

 

Kasanka Nationalpark 03.-04.12.2011

 

Ueber eine neu geteerte Strasse ist der Kasanka Nationalpark gut zu erreichen. Im Kasanka NP wechseln sich Suempfe, Marschen und Feuchtebenen mit dichtem Miombowaldlandschaften ab. Dass es hier sehr feucht ist merken wir schnell, als uns Bremsen-aehnliche Stechmuecken auffressen wollen. Auf dem Weg zum Camp am Ponton sehen wir unzaehlige Termitenhuegel, Pukus und Paviane. Unser Camp mit Buschtoilette und –dusche liegt direkt am mit Schilf bewachsenen Fluss. Am Spaetnachmittag machen wir uns auf zum „Fibwe Hide“. Dort wollen wir das phaenomenale Spektakel unzaehliger Palmenflughunde, die allabendlich puenktlich zum Sonnenuntergang fuer etwa eine halbe Stunde in gigantischen Schwaermen auf Futtersuche ausfliegen beobachten. Abertausende Flughunde gleiten ueber uns hinweg, waehrend es langsam dunkel wird. Zurueck beim Camp geniessen wir unsere Buschdusche, die mittlerweile von den Schwarzen mit warmem Wasser befuellt wurde. Unheimlich sind die nahen Grunzlaute der Hippos. Mit unserer Taschenlampe versuchen wir sie zu entdecken, leider vergeblich. Ganz frueh morgens stehe ich auf und geniesse unseren Ausblick auf die Sumpfebene. Viele Pukus grasen friedlich, im Hintergrund entdecke ich eine Elefantenherde mit Jungen, aber die Hippos kann ich wieder nur hoeren. So eine Nacht im Busch mit all den Wildtiergeraeuschen ist etwas besonderes!

 

Durch das Farmland Richtung Lusaka 04.12.- 7.12.2011

 

Beim Zusammentreffen der „Great North“ mit der Strasse Richtung Westen nimmt der Verkehr zu. Die Landschaft wird flacher, kleine Orte, grossflaechige Farmen und Buschwald wechseln sich ab. Ca. 45 km noerdlich von Lusaka machen wir Station auf der Fringilla Farm. Hier gibt es ein Restaurant, einen eigenen Laden, eine Metzgerei, sogar ein Postamt und das wichtigste schnelles Internet umsonst!! So kann ich endlich skype runterladen, alle emails checken, Berichte und Bilder auf unsere Webseite hochladen, alle Batterien aufladen und Rinder Schweine, Pferde, Huehner, Pfauen und viel anderes Getier bewundern. Mal etwas Abwechslung zu Affen, Elefanten, Hippos usw.

 

 

Fringilla Farm – Lusaka – Gwaby Lodge 07. – 10.12.2011

 
Vorbei an riesigen  Farmen mit funktionierenden Traktoren fahren wir Richtung Lusaka. Der Verkehr nimmt zu, immer wieder muessen wir wegen Polizeikontrollen langsam fahren, um letztendlich doch durchgewunken zu werden. Immer mehr Fussgaenger auf der Strasse, ist das Zeichen einer nahenden Stadt. In den Aussenbezirken geht es vorbei an den Handwerkern. Neben der Strasse werden Beton- und Tonziegel fabriziert. Ein Stueck weiter stehen Sofas und Sessel und wir koennen den Schreinern vom Auto aus zuschauen. Grosse Holzkohlelager wechseln mit Bauernverkaufsstaenden und aus den Strohhuetten werden langsam richtige kleine Haeuschen, das Strassenschild sagt Lusaka an. Chaotisch waelzt sich der Verkehr durch die grosse Stadt mit mehrspurigen Strassen. Jetzt bin ich froh um das GPS-Geraet, das mich ohne Probleme zur Shoppingmall fuehrt. Hier sind wir in einer anderen Welt – Laeden wie bei uns. Hier gibt es Sachen zu kaufen, die wir vermissen. Camembert 200 g fuer umgerechnet 6Euro, Salami aus Namibia fuer 8 Euro – ihr seht schon, das wird ein teurer Tag! Ausserhalb von Lusaka fahren wir zum Eureka Camp. Leider geht es Peter nicht so gut. Er kann sich kaum noch bewegen, denn sein Nacken schmerzt. Weil die Nacht fuer Peter sehr schlecht war, entscheiden wir uns einen Arzt in Lusaka zu konsultieren. Zuerst muessen wir eine Behandlungsgebuehr cash bezahlen, dann koennen wir weiter zum Arzt. Nach eingehender Untersuchung koennen wir beruhigt sein – gott sei dank nur ein schmerzhaft versteifter Nacken!  In der Krankenhausapotheke holen wir eine Spritze und die verordneten Medikamente – abgezaehlt, nicht wie bei uns ein ganzes Paeckchen! Zudem hat der Arzt verordnet, dass ich mehr fahre und Peter entlaste. Na ja, nach der Spritze geht es schon besser und wir fahren gemuetlich weiter bis zum Kafue River.
Nach einer Nacht mit syarkem Regen und Hyppogegrunze setze ich mich ans Steuer und fahre durch gruene Berglandschaften und anschliessend ins Sambesital nach Chirunde. Die ausgewaschene Piste, durch Schlamm bis zum Gwaby Camp ca. 12 km, ueberlasse ich dann wieder Peter.

 

 

Gwaby Lodge – Lake Kariba – Livingstone – Grenze Botswana                10. – 17.12.2011

 


Sicher bringt uns Peter trotz zum Teil tiefsandiger und schlammiger Zufahrt zur Gwaby Lodge. Fast ganz allein haben wir hier direkt am Kafue River unter grossen schattigen Baeumen ein schoenes Plaetzchen zum Ausruhen gefunden. Nachts hoeren wir die Hippos aus naechster Naehe, eben „african feeling!“.
Nach zwei Tagen Rast wollen wir nun zum Lower Sambesi Nationalpark weiterfahren. Die Piste ist nach neuen Regenfaellen noch schwieriger, aber als wir am Ponton fuer einen LKW zahlen sollen ist es uns doch zuviel und wir kehren unter lautem Protest der Schwarzen um. Es sollte nicht sein!
So entscheiden wir uns fuer die Weiterfahrt zum Karibasee. Bei schwueler Hitze liegt der See, wie ein Meer vor uns und laedt zum Baden ein. Aber der Reisefuehrer warnt davor – es gibt hier auf 200 m ein Krokodil! So schwitzen wir halt und springen in den kleinen Pool. Krokos haben wir aber keine gesehen! Bei Herrmann dem deutschen Besitzer eines Camps am See probieren wir wieder einmal im Restaurant zu essen. Der Tilapia ist ja schliesslich beruehmt – na ja wir haben den Unterschied zu paniertem Goldbarschfilet nicht gemerkt. Am naechsten Tag gab es dann total trockene Prawns mit Reis – da koch ich dann doch wieder lieber!
Nach zwei weiteren Etappen sind wir in Livingstone. Die Viktoriafaelle sind wirklich beeindruckend, obwohl im Moment nicht so viel Wasser die senkrechten Felsen hinabstuerzt. Beim Spaziergang werden wir durch die Spruehgischt tropfnass. Ein Adrenalinkick ist dann noch die Kraxelei direkt ueber dem Abhang mit einem schwarzen Fuehrer. Ein Bad im natuerlichen Pool und eine Dusche unter dem Wasserfall sind der kroenende Abschluss. Voellig high balanziere ich dann von Stein zu Stein ueber den Sambesi zurueck.
Weil uns afrikanische grosse Staedte, so auch Livingstone nicht in Verzueckung geraten lassen, fahren wir weiter zur Grenze nach Botswana.
Auf sambischer Seite sieht es chaotisch aus, eine Unmenge von LKWs dazwischen PKWs, alles wartet auf die Faehre und platziert sich so, dass die Autos aus der Gegenrichtung keine Chance haben durchzukommen. Mit Geduld und mittlerweile einiger Erfahrung, was afrikanische Grenzen angeht, haben wir es nach eineinhalb Stunden geschafft und fahren auf dem Ponton ueber den Sambesi Richtung Botswana.

 

Botswana

 

Kasane Botswana – Chobe Nationalpark – Maun 17. - 26.12.2011

 


Gleich bei der Ankunft in Botswana merken wir, dass es hier nicht mehr ganz so „afrikanisch“ zugeht. Kasane hat Supermaerkte, Fast Food Restaurants, Geschaefte, Banken und alles was wir so normalerweise gewoehnt sind. Im Supermarkt kaufen wir wieder mal richtig ein und stocken Vorraete auf. Dann geht es weiter zum Campingplatz, der einer edlen Lodge angeschlossen ist. Alles vom Feinsten!
Zwei Tage spaeter machen wir uns auf zum Parkeingang des Chobe NP. Wir wollen zwei Uebernachtungen buchen und staunen nicht schlecht, als es heisst Camp Savuti ist bis Ende Dezember ausgebucht. Hier in Botswana muessen Parkeintritte und Uebernachtungen zentral gebucht werden, fuer den Norden in Maun. Kasane ist die einzige Ausnahme, wo direkt bezahlt und gebucht werden kann. Auf Tipps der Ranger hin fahren wir trotzdem einfach los. Wir werden sehen, was die in Savuti sagen, wenn wir einfach dastehen. Gleich hinter dem Gate fahren wir an zahlreichen Flussarmen vorbei, wo so viele Hippos grasen, wie wir es noch nie gesehen haben. Die Fahrt bis Ihaha unserem ersten Uebernachtungsplatz geht immer am Chobe River entlang. Aus naechster Naehe koennen wir grosse Elefantengruppen mit Nachwuchs beobachten. Diese Menge hatten wir nicht erwartet.
In der ersten Nacht hoeren wir die Hippos grasen und vor allem Affen, die direkt neben unserem Auto auf einem Baum uebernachten. Die koennen ganz schoen rumkreischen. Am naechsten Morgen muessen wir leider feststellen, dass die Affenbande unsere Scheibenwischer als Spielzeug benutzt hat und dabei einen Wischer abgebrochen hat. Na ja Peter hat Ersatz dabei!!
Nach dem Fruehstueck geht die Safari weiter. Die letzten 30 km bis zum Camp Savuti werden dann ein richtiges Abenteuer. Tiefsand und vor allem tiefe Wasserpassagen. Ein hollaendisches Ehepaar ist froh uns vor sich zu haben, ansonsten haetten sie den Mut zur Weiterfahrt nicht gehabt. Gegen Spaetnachmittag erreichen wir das Camp. Jetzt die grosse Frage: Koennen wir bleiben? Nach einigen Telefonaten wird uns ein Platz zugeteilt. Gott sei Dank! Wir sind ganz schoen ko von der Wasserfahrt! Nachts grasen direkt beim Auto die Elefanten, Hyaenen sind zu hoeren und ganz schoen unheimlich auch die Loewen!
Die Fahrt aus dem Nationalpark raus ist wieder teifsandig und zum Teil fast ein kleiner Fluss, durch den wir mit dem Bremach durchschwimmen – Regenzeit halt!
Total verschlammt und muede kommen wir dann in Maun an, wo wir Weihnachten verbringen werden. Auch hier haben wir den Eindruck, dass Botswana weit entwickelt ist und der Wohlstand auch Einheimische erreicht hat. Im Sedia Hotel mit Campingplatz sind auch viele schwarze Touris.
Nach einem Autocheck entdeckt Peter Oelaustritt zwischen Motor und Getriebe, was nun? Unser Autospezialist in Oesterreich, der immer sofort auf Anfragen und Probleme per mail antwortet kann uns etwas beruhigen, so dass wir mit etwas weniger Sorgen von hier weiterfahren werden. 
Am Weihnachtsfeiertag melden wir uns zum Lunch an und hoffen nicht enttaeuscht zu werden. Na ja, wir vermissen halt auch nach diesem Essen die heimische und franzoesische Kueche. Es gibt  zwar eine grosse Auswahl am Buffet, aber Fleisch und Fisch sind mal wieder trocken gebraten!! Also werde ich wieder selber kochen und vor allem Brot backen – darin bin ich jetzt schon ein richtiger Profi!   Das Brot ist ein lukullischer Donnerschlag!!! (Peter)
 Im Moment regnet es und wir warten noch bis morgen, ob wir den Flug ueber das Delta dann machen koennen.

 

Okavangodelta Maun – Grenze Namibia 26. – 29.12.2011

 

Der Okavango ist mit 1600 km Laenge der drittgroesste Fluss im suedlichen Afrika und zaehlt zu den bemerkenswertesten Gewaessern der Welt. Er findet keinen Weg ins Meer, sondern ergiesst sich statt dessen in die sandige Kalahari. Dabei bildet er das groesste Binnendelta der Welt, in der Groesse von Schleswig-Holstein.

Leider blieb uns der Eindruck aus der Luft wegen nicht optimaler Sichtverhaeltnisse verwehrt. So beschliessen wir am Delta entlang nach Namibia zu fahren. Im Guma Safari Camp bei Shakawe kurz vor der namibischen Grenze lernen wir Botswaner kennen, die uns zu einer Bootstour einladen, so dass wir den Fluss nun auch auf dem Wasser kennen lernen. Zahlreiche schwimmende Inseln aus Papyrus und Hippogras zwingen die Boote unzaehlige Schleifen zu fahren, ueberall bluehen die Wasserlilien und der Okavango zieht uns in seinen Bann.

Unterwegs machen wir noch einen Abstecher zu den Tsodillo Hills.

Mystische Inselberge, tausende Felszeichnungen inmitten der flachen, weiten Buschsavanne haben die Tsodillo Hills beruehmt gemacht. Seit 2001 stehen sie auf der Unesco Liste als Weltkulturerbe. Auch wir werden eingefangen vom Zauber dieser Berge, weit und breit die einzigen Erhebungen. Fuer die Kung-Buschleute sind die Berge der Sitz der Goetter und ein heiliger Platz. Nach einer Uebernachtung am Fuss der Berge stehen wir bereits um fuenf Uhr auf, denn um sechs beginnt unsere gefuehrte Wanderung. Ueber Felsen kletternd erreichen wir die ersten Felszeichnungen. Erstaunlich wie gut sie sich ueber tausend Jahre erhalten haben. Immer wieder berichtet unser Guide Wissenswertes und erzaehlt alte Legenden . Die fast dreistuendige Wanderung ist fuer uns eine tolle Abwechslung. Zudem lernen wir beim Tsodillo Museum ein deutsches Ehepaar, Ute und Oliver kennen, mit denen wir ins Kaokoveld reisen wollen.

 

Namibia

 

Die Grenze zu Namibia ist supereasy, so etwas haben wir bisher nicht erlebt. Keine Unmengen „schwarzer Freunde“, die uns helfen wollen, keiner der uns irgendwelche Aufkleber, die wir unbedingt brauchen, verkaufen will, nur Beamte, die uns bitten Formulare auszufuellen und die Road Tax zu bezahlen. Ganz entspannt reisen wir nach Namibia ein.

 

Mahango Nationalpark – Eingang Etosha NP 29.12.2011 – 4.01.2012

 

Auf guter Piste fahren wir durch den Mahango-Wildpark zu den Popa-Faellen, die eigentlich besser Popa-Stromschnellen heissen wuerden. Auf dem Camp angekommen werden wir auf deutsch begruesst, daran muessen wir uns erst gewoehnen. Kaum haben wir uns einen Platz ausgesucht kommt schon ein namibischer Farmer, der uns wieder deutsch anspricht und erzaehlt, dass er aus dem Fricktal, bei uns daheim! kommt. Zu guter letzt kommt noch eine Motorradreisegruppe aus Deutschland. Wir fragen uns, sind wir noch in Afrika?

Auch die Strassen hier in Namibia sind ungewohnt gut. Was wir vermissen sind die vielen Bauersfrauen, die ihr Gemuese und Obst an der Strasse zum Kauf anbieten. Sylvester feiern wir in der Hakusembe Lodge bei Rundu. Auf einem Steg ueber dem Okavango sitzend, Blick auf die angolanische Seite surfen wir im Internet, beantworten mails und fuehlen uns wie im Urlaub. Oliver grillt leckerste Rinderfilets und zum Jahreswechsel gibt es sogar noch ein kleines Feuerwerk.

Grootfontein gleicht schon eher einem europaeischen Staedtchen und wir kaufen Vorraete fuer die Fahrt in den einsamen Norden. Natuerlich besichtigen wir auch den Hoba Meteoriten. Der 50 Tonnen schwere, 3m lange, 1,5m breite und ca 0,6m hohe Eisenbrocken ist vor ca. 80000 Jahren vom Himmel gefallen. Unglaublich! 

Auch das Museum im alten deutschen Fort ist sehenswert. Neben der deutschen Geschichte in Suedwest Afrika wird einiges zur Kultur der Himbas gezeigt, auf diese Folksgruppe sind wir schon sehr gespannt. Voll mit „Kultur“ reisen wir weiter in Richtung Etosha Nationalpark. Auch dies ein Name, der fuer mich seit Kindertagen erfuellt ist mit Bildern und Sehnsucht. Vor den Toren des Nationalparks uebernachten wir bei der Onguma Campsite. Morgen geht es ganz frueh in den Park, ich bin schon ganz gespannt.

 

Etosha Nationalpark 04./05.01.2012

 

Bereits um halb sieben morgens erreichen wir das erste Camp im Park. Namutoni war deutscher Grenzposten und wurde als Festung erbaut. Heute wird das Fort nur noch fuer touristische Zwecke benutzt. Bei der anschliessenden Safari fasziniert uns die hohe Anzahl von Tieren. Giraffen, Elefanten, Spiessboecke, Impalas, Kudus, riesengrosse Herden von Zebras, Marabus und, und ..... Die Faszination hat uns gepackt und erst gegen Spaetnachmittag fahren wir das Camp Halali im Park an, wo wir heute uebernachten wollen. Direkt beim Camp spazieren Hyaenen und Warzenschweine herum. Die Camps hier im Park haben kuenstlich angelegte,beleuchtete Wasserloecher, um das Wild anzulocken und natuerlich um die Touristen zufrieden zu stellen. Auch wir gehen erwartungsvoll nach dem Abendessen zum Wasserloch. Wie im Theater sind erhoeht ueber der Wasserstelle Baenke aufgebaut. Wir haben Glueck und koennen ein Spitzmaulnashorn und verschiedene Antilopen beobachten.Leider haben wir keine Kamera dabei. Noch vor dem Fruehstueck gehe ich noch einmal zum Wasserloch, bin dort ganz allein und extra fuer mich kommt das Nashorn noch einmal vorbei. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck geht es weiter in den oestlichen Teil des Parks. Fasziniert stehen wir beim Ausblick auf die 5000qkm grosse Etoshapfanne, eine Salztonpfanne. Am Horizont erscheinen Luftspiegelungen und wir koennen uns vorstellen, wie es Verdurstenden in der Wueste geht. Mittlerweile ist das Thermometer auf 40 Grad gestiegen! Auch heute sehen wir wieder unzaehlige Tiere, beobachten Giraffen und Zebras beim Liebesspiel und ganz am Ende der Safari einen doesenden Loewen direkt neben dem Auto. Euphorisch verlassen wir den Park und steuern fuer heute Nacht Etosha Safari Camp an. Im Pool gehen uns noch einmal die tollen Eindruecke durch den Kopf und langsam wird es kuehler.